EVANGELISCHE BERATUNGSSTELLE KÖLN UND REGION
Kinder stärken. Familien begleiten. Perspektiven schaffen.
Es gibt vielfältige Spannungen und Krisen, in denen Menschen leben. Durch qualifizierte Beraterinnen und Berater bestehen gute Möglichkeiten, in diesen Fällen zügig zu helfen. Deshalb ist die Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene Teil des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. Es gibt drei Standorte: in Köln in der Tunisstraße, in Bensberg und in Frechen.
Die Begleitung geschieht im Verborgenen, weil Menschen in Not einen Schutzraum brauchen, in dem sie sicher und vertraulich reden können. Die nächste Diakoniespende wollen wir diesem Arbeitsbereich zukommen lassen. Wir wollen die Beratung junger Menschen ausbauen und zusätzliche Gruppenangebote für Kinder in belasteten Lebenssituationen schaffen. Deshalb sammeln wir mit dieser Diakoniespende konkret für Kinder und Jugendliche: Sie brauchen Menschen, die zuhören, ihre Sorgen ernst nehmen und ihnen helfen, wieder Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und neue Perspektiven zu entwickeln. Die Beratungsstelle schafft dafür einen geschützten Raum und begleitet junge Menschen und ihre Familien, wenn sie alleine nicht mehr weiterkommen.
Wir wollen also erstens weitere Möglichkeiten schaffen, damit schnell und effektiv geholfen werden kann. Und wir wollen zweitens den Blick auf die Beratungsarbeit in Krisenfällen lenken. Das betrifft Familien in Grenzsituationen mit ganz unterschiedlichen Themen – von Familienkonflikten, Paarkrisen, Trennungen und Sorgerechtsfragen über Überforderung und schulischen Druck bis hin zu Trauer, dem Umgang mit Krankheit oder einer unerwarteten Schwangerschaft.
Mit früher Beratung kann man oft viel besser helfen. Finden solche niedrigschwelligen Beratungen nicht statt, können sich Krisen verschärfen und weitergehende Maßnahmen erforderlich werden. Je früher Unterstützung einsetzt, desto besser können Menschen begleitet und passende Hilfen auf den Weg gebracht werden.
Deshalb wollen wir sagen: Niedrigschwellige Beratung ist extrem wichtig und effektiv. Niedrigschwellig heißt: kostenlos und zeitnah.
Wir unterstützen als Evangelischer Kirchenverband Köln und Region jede Spende dadurch, dass wir sie bis zu einem Betrag von 100.000 Euro verdoppeln.
Die Spendenaktion läuft vom 1. Oktober 2026 bis zum 30. September 2027.
Mit herzlichem Gruß
Bernhard Seiger
Stadtsuperintendent des
Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region
IHRE HILFE WIRKT DOPPELT
Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region verdoppelt jeden gespendeten Cent bis zu einem Gesamtspendenaufkommen in Höhe von 100.000 Euro im Zeitraum vom 01.10.2026 bis zum 30.09.2027.
SPENDEN SIE AN
Ev. Kirchenverband Köln und Region
Stichwort: BERATUNGSSTELLE
Kreissparkasse Köln
IBAN: DE10 3705 0299 0000 0044 04
BIC: COKSDE33XXX

Hilfe, wenn es schwierig wird
Ob bei familiären Konflikten, Trennung und Sorgerechtsfragen, Schwierigkeiten in der Erziehung, Trauer, Krisen oder einer unerwarteten Schwangerschaft: Die Beratungsstelle ist für Menschen da, wenn sie allein nicht mehr weiterkommen. Jede Spende hilft dabei, Kindern, Jugendlichen und Familien in schwierigen Zeiten neue Perspektiven zu eröffnen.
In der evangelischen Beratungsstelle bietet ein Team aus pädagogischen und psychologischen Fachkräften Beratung in vielen Lebenslagen an. In den Beratungsgesprächen gibt es keine Ratschläge, sondern ein offenes Ohr und die gemeinsame Suche nach individuellen Lösungen. Jeder Mensch und jede Familie hat Ressourcen und Fähigkeiten, die gesucht und gestärkt werden wollen.
Besonders Kinder und Jugendliche können in Situationen geraten, in denen sie alleine nicht weiterkommen. Sie dann darin zu unterstützen, ihre Bedürfnisse zu äußern, ihr Leben selbst mehr in die Hand zu nehmen und über die Einbeziehung der ganzen Familie die Gesamtsituation zu verbessern, das ist die Aufgabe und der Wunsch der Evangelischen Beratungsstelle Köln und Region.
Mit Ihrer Unterstützung können bestehende Angebote gestärkt und zusätzliche Möglichkeiten geschaffen werden:

Beratung von Kindern und Jugendlichen ausbauen:
Die Beratung bei Problemen im Alltag, in der Familie oder im Freundeskreis soll intensiviert und bei Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern wie Schulsozialarbeit und Förderschulen bekannter gemacht werden.
Zusätzliche Kindergruppe ermöglichen:
Bereits jetzt gibt es eine Kindergruppe für Kinder in schwierigen Lebenssituationen, bei einer Trennung der Eltern. Sie umfasst acht bis zehn Treffen im Jahr. Künftig soll eine zweite Gruppe angeboten werden, um noch mehr Kinder begleiten zu können.
Für beide Punkte sollen die Stunden einer zuständigen Mitarbeiterin aufgestockt werden.
Kindertherapieräume besser ausstatten:
Die drei Kindertherapieräume sollen mit zusätzlichen geeigneten Spiel-, Therapie- und Kreativmaterialien ausgestattet werden. Dazu gehören beispielsweise Dartscheiben, Schleich- und Holzfiguren, Materialien für die Sandspieltherapie, Handpuppen, Malutensilien sowie ein Boxsack.
Inklusive Beratung stärken:
Die Beratung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderung soll weiter ausgebaut werden. Dazu gehört auch, Barrieren abzubauen – beispielsweise durch eine Rampe für einen besseren Zugang zum Gebäude und durch eine möglichst barrierefreie Gestaltung der digitalen Angebote.
„Dann schauen wir gemeinsam, was los ist und wie man unterstützen kann“
– Christian Gröger, Leiter der Evangelischen Beratungsstelle Köln und Region
Warum ist die Diakoniespende wichtig für die Beratungsstelle?
Christian Gröger: Wir haben zwei Kernanliegen, um die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen noch einmal deutlich in den Vordergrund zu rücken. Erstens haben wir bei den Eltern einen guten Ruf, aber Jugendliche finden den Weg noch nicht so häufig zu uns. Und das möchten wir verbessern. Dafür planen wir, mit den Schulen zu kooperieren und neue Angebote zu entwickeln. Außerdem haben wir eine Gruppe, KiT, für Kinder von getrennten Eltern. Das ist ein sehr intensives Projekt. Es gibt über Wochen hinweg Treffen, die Eltern werden auch miteinbezogen, und wir möchten zwei Durchläufe im Jahr anbieten. Damit wir das können, brauchen wir mehr Mitarbeitende. Zudem würden wir gern die Ausstattung der Räume für die Kinder und Jugendlichen noch einmal verbessern. Als Beispiel – wir möchten die sehr effektive Sandspieltherapie voranbringen. Und nicht zuletzt geht es uns darum, die Barrierefreiheit hier im Haus in Köln zu verbessern.
Was macht die Evangelische Beratungsstelle aus?
Christian Gröger: Wir sind eines von mehreren Beratungsangeboten, denn eine Millionenstadt wie Köln mit so vielen Kindern und Jugendlichen braucht einfach mehrere Beratungsstellen. Wir leisten dabei eine ganz wichtige niederschwellige Hilfe für Familien. Das heißt, wenn sich jemand um sein Kind Sorgen macht, weil etwas nicht funktioniert, einem Jugendlichen geht es nicht gut oder es gibt irgendeinen Kummer, dann kann man zu uns kommen. Man kann einfach anrufen, bekommt in der Regel sehr schnell einen Termin und hat dann ein Gespräch mit einer Beraterin oder einem Berater. Und dann schauen wir gemeinsam, was los ist und wie man unterstützen kann. Wir stehen unter Schweigepflicht, es muss sich also niemand sorgen, dass etwas weitergetragen wird. Unsere größte Beratungsstelle ist in Köln, zwei weitere gibt es in Bensberg und Frechen. An den kleineren Standorten haben wir etwa 350 Fälle pro Jahr, in Köln sind es etwa 1100 Fälle. Was auch wichtig ist: unsere präventive Arbeit, die Elternabende und Gruppen. Außerdem sind wir gut vernetzt und natürlich auch im Bereich der Schutzkonzepte gegen sexualisierte Gewalt aktiv.
Wie findet man den Weg zu Ihnen?
Christian Gröger: Wir haben montags bis freitags geöffnet und sind dann auch telefonisch erreichbar. Unsere Sekretärin stellt dann erste Fragen, um die richtige Beraterin, den richtigen Berater zu finden und vereinbart gleich einen Termin. Wir bieten Erziehungsberatung, Ehe-, Paar- und Lebensberatung und Beratung für Menschen im Schwangerschaftskonflikt.
„Es ist ein moralisches Gebot und die Voraussetzung für unsere Demokratie, dass die Schwächsten aufgefangen und Menschen in einer Notlage nicht alleine gelassen werden.“
Tina Teubner, Kabarettistin
„Kinder und Jugendliche sind die Zukunft. Sie brauchen und verdienen unsere Hilfe und Unterstützung, besonders dann, wenn sie sich in einer Lebenssituation befinden, die sie nicht alleine bewältigen können. Einrichtungen wie die Evangelische Beratungsstelle Köln und Region bieten jungen Menschen das, was sie bisweilen nirgendwo anders bekommen:
Unterstützung mit Rat und Tat oder auch einfach ein offenes Ohr und das damit verbundene Gefühl, nicht im Stich gelassen zu werden. In einer für uns alle schwierigen, herausfordernden Zeit sind Jugendliche oft doppelt schutzlos. Dass die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen intensiviert werden soll, ist deshalb unverzichtbar. Ich unterstütze die Diakoniespende, weil ich (auch aus eigener Erfahrung) weiß, wie wichtig diese Arbeit ist, wie gut sie wirken und helfen kann. Diese Arbeit muss finanziert werden. So „einfach“ ist das. Manchmal beschleicht mich in diesen Zeiten ein Gefühl der Hilflosigkeit nach dem Motto „Ich kann ja alleine doch nix tun!“. Doch. Kann ich.
Mit einer Diakoniespende, die zu meinem Budget passt, leiste ich etwas Sinn- und Wertvolles. Und „Jedes bisschen hilft!“ ist hier viel mehr als nur ein Spruch!“
Daniel „Dän“ Dickopf – Musiker, Komponist, ehemaliger Frontman der Wiseguys
Diakoniespende 2025/2026:
Danke für die Unterstützung für das Diakoniehaus Salierring
Mit großer Dankbarkeit blicken wir auf die Diakoniespende 2025/2026 zurück: Insgesamt standen beeindruckende 219.478,83 Euro – inklusive der Verdopplung durch den Evangelischen Kirchenverband Köln und Region – für die Krankenwohnung im Diakoniehaus Salierring zur Verfügung. Dank der großen Unterstützung konnten bereits unter anderem ein barrierefreies und ein barrierearmes Badezimmer mit bodengleichen Duschen realisiert werden. Auch eine neue Teeküche entstand und schenkt den Gästen künftig ein Stück mehr Selbstständigkeit. Die sechs Plätze der Krankenwohnung bieten wohnungslosen Menschen nach einem Krankenhausaufenthalt einen geschützten Ort zum Gesundwerden. Gemeinsam haben wir viel bewegt – und mehr Würde und Selbstständigkeit möglich gemacht.
